Mystery

24.2.2016 - Aktuell hat sich eine neue rätselhafte und fantastische Geschichte enthüllt. Die Geschichte vor der Geschichte meines Buches Schwanskinder.

 

Hintergrund

Anfang des Jahres (7.1.2016) habe ich ja dieses kleine spirituelle Buch herausgegeben und es in einigen Foren auf die eine oder andere Art vorgestellt. Im absoluten Ursprung ist es ja ein rein künstlerisches Werk, nämlich eine Skulptur. Entstanden durch die  Begegnung mit einem Schwan an der Küste Dänemarks. Um diese Begegnung, drehen sich zwei weitere Erzählstränge. Der eine fußt in der Realität, in der ein kleines Mädchen ihrer Oma die Frage stellt, ob es ein Leben nach dem Tod gibt. Der andere Erzählstrang enthüllt eine Antwort dazu, eingebettet in einen alten Volksglauben, um die Besonderheit von Schwänen und ihren Bezug zur Reinkarnation.

Ich liebe dieses Buch und finde es selbstredend ganz bezaubernd.  Ich habe es illustriert mit Bildern, die den Betrachter mit hineinnehmen und habe die Rezepte der Oma im Anhang, als Bonus angehängt, denn ich möchte zum kreativen nachleben der Geschichte einladen.

 

Österreich, Rügen und die USA

Glücklich über die Veröffentlichung, habe ich dann diese Internetseite für dieses Buch angelegt. Wie das nun mal bei GOOGLE so ist, dauert es bis so eine Domain gefunden wird. Deshalb googelte ich jeden Tag nach dem Namen: Schwanskinder. Letztes Wochenende wurde ich fündig. Ich fand zu meinem Erstaunen mein Fantasiewort "Schwanskinder" in einem rudimentären Text, in den Suchergebnissen von Google auf Seite 6. Es war ein Text von 1894. Ein Ethnologe, gebürtig aus Österreich, hatte in seiner Publikation, die Geschichte von besagtem Volksglauben aufgenommen. Das erstaunliche ist, dass der Autor dieser Geschichte die gleiche Wortschöpfung verwendete, wie ich „Schwanskinder“ ein Wort das es nicht gibt, also nicht im Duden zu finden ist. Interessiert suchte ich weiter und fand in den USA ein digitales Archiv, sodass ich das vollständige Buch aufschlagen konnte und ab jetzt  wird es Mystery. 

 

Spielglück

Was ich lese erinnert mich an eine Erzählung innerhalb meiner Familie. Meine Uroma spielte gerne Karten. Wenn sie jedoch zu häufig verlor, sprang sie auf, lief dreimal um ihren Stuhl und murmelte etwas dabei. Dann setzte sie sich wieder und spielte weiter und gewann fortan. Dieses Ritual und andere Dinge soll sie aus einem Zauberbuch entnommen haben, das sie besaß. So wurde es erzählt. Meine Oma nun fürchtete sich vor dem Werk und entsorgte es, sowie sie die Gelegenheit dazu hatte. Das habe ich immer bedauert. Zu gerne hätte da mal hinein gesehen.

 

Das verlorene Zauberbuch?

Als ich nun in diesem archivierten Buch, des besagten Ethnologen, stöberte, las ich im Index Dinge wie Zaubergeld, Hexen und……. Spielglück….Kartenspiel. Ich wählte diese Seite und las dort – nicht um den Stuhl wird gerannt, sondern der Stuhl wird gedreht – zusammen mit zwei zur Auswahl stehenden Sprüchen. Ich spürte, wie mein Herzschlag sich freudig erhöhte. Jetzt wollte ich mehr wissen. Zunächst fragte ich meine Mutter nach den Ortsdaten und was sie sonst noch so wusste über unsere Vorfahren.

 

Ich erhielt alte Fotos,

ein paar Namen und folgende Informationen. Meine Vorfahren lebten genau dort, wo der Autor, der diese Geschichte um die Schwanensteine und sein „Schwanskinder“, aufgeschrieben hat, auch lebte und wirkte. Er war Lehrer, wie mein Urgroßvater. Er studierte auf Lehramt im Geburtsort meiner Mutter. Die Wahrscheinlichkeit, dass mein Uropa und er sich kannten bzw. mein Urgroßvater seine Schriften besaß, ist deshalb wirklich groß. 

 

Man bedenke die Zeit 1894.

Bücher besaßen zur der Zeit einen hohen Stellenwert. Sie waren die Quelle des Wissens. Zudem möchte ich anmerken, dass Lehrer damals für jedwede zu treffende Entscheidung oder Bestrafung herangezogen wurden. Sie hatten viele gesellschaftlich erzieherische Funktionen. Meinem Urgroßvater behagte das nicht, wusste meine Mutter zu erzählen. Aber so kann ich sicher annehmen, dass er an dem Volkskundlichen Material interessiert gewesen sein wird. Gerade wegen der darin beschriebenen Sitten und Gebräuche umliegender und anderer Nationalitäten dieser Ostsee Region. Der Autor hat diese Geschichten akribisch gesammelt und aufgeschrieben, ohne sie zu bewerten. Das macht sie wertvoll, finde ich. Er hat sicher nicht daran gedacht, dass jemand seine gesammelten Geschichten, Lieder und Sprüche anwenden würde. Aber ich denke, genau das hat meine Uroma gemacht, einfach so. Das Buch ist also mit großer Wahrscheinlichkeit, das verlorene Zauberbuch meiner Familie. Damit sind wir aber noch nicht am Ende des kuriosen angelangt. Denn jetzt sah ich noch genauer hin.

 

Kunst erleben bekommt eine neue Facette  

Der Ort Saßnitz / Rügen / Bornholm ist heute noch ein Platz, an dem dieser alte Volksglauben um die Schwanensteine lebendig ist und er liegt vom Breitengrad her auf einer Linie zum Entstehungsort meiner Skulptur und der Begegnung mit dem Schwan. Das bestätigt mich im Erleben meiner Kunst. Ich nehme etwas auf in der Begegnung oder dem Ort  und gestalte daraus etwas, ohne nach dem "warum" zu fragen. Allerdings offenbart sich eher selten, so wie hier, eine mögliche Quelle, wenn auch mit ganz vielen Fragezeichen.

 

 

Der i - Tupf 

auf der Geschichte bildet der Ort der Drucklegung, dieses alten volkskundlichen Werks. Es ist Diedrich Soltau in Norden, der Gründer des noch heute bestehenden SKN-Verlags, den hier oben in Ostfriesland, wo ich lebe, nun wirklich jeder kennt. Leider hatte der Verlag kein Exemplar in seinem Antiquariat; 1894 ist wohl zu lange her, aber auf unseren Flohmärkten könnte ich noch darüber stolpern. Ich bleibe dran. 

 

Geschichten die das Leben schreibt,

hast du auch so eine Mystery Geschichte erlebt, wo du dir die Zusammenhänge nicht erklären kannst, dann teile sie doch hier!

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Woodrow Kriner (Mittwoch, 08 Februar 2017 21:51)

    Hi! I've been following your blog for a long time now and finally got the courage to go ahead and give you a shout out from Atascocita Tx! Just wanted to mention keep up the good work!